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Content & Marketing

Content-Plan für 90 Tage: so bleibst du am Ball

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Content-Plan für 90 Tage ist kein starres Korsett, sondern ein Vorrat an Themen, damit du nicht jeden Morgen vor dem leeren Blatt sitzt.
  • Du brauchst drei bis vier feste Themensäulen und einen Rhythmus, den du wirklich durchhältst, nicht den, der auf dem Papier gut aussieht.
  • Das Sortieren, Ausformulieren und Umschreiben übernimmt künstliche Intelligenz. Die Richtung und die Auswahl bleiben bei dir.

Schön, dass du hier bist. Setz dich, ich zeige dir etwas, das mir das Leben als Solo-Selbstständige leichter gemacht hat als fast alles andere: ein Content-Plan, der drei Monate im Voraus steht. Nicht, weil ich so diszipliniert bin. Sondern genau, weil ich es nicht bin.

Ich kenne den Morgen, an dem der Kaffee dampft und der Cursor blinkt und dir partout nichts einfällt, worüber du heute schreiben sollst. Dieser Morgen kostet Nerven und Zeit, und meistens endet er damit, dass gar nichts entsteht. Ein Plan für 90 Tage nimmt dir genau diesen Morgen weg. Du fängst nicht mehr bei null an, du greifst in einen Vorrat.

Ein Content-Plan ist keine Fessel, sondern ein Geländer. Er sagt dir nicht, was du denken sollst, er sorgt nur dafür, dass du an schwachen Tagen nicht abstürzt. Olga Reyes-Busch

Warum ausgerechnet 90 Tage?

Ein ganzes Jahr zu planen fühlt sich gut an und funktioniert selten. Die Welt verändert sich, deine Angebote verändern sich, und im Herbst weisst du im Frühling noch nicht, wovon du reden willst. Ein einzelner Monat wiederum ist zu kurz, als dass sich ein Rhythmus einspielt.

Ein Vierteljahr ist der Punkt dazwischen. Lang genug, dass Gewohnheit entsteht und dass du nicht ständig neu nachdenken musst. Kurz genug, dass der Plan nicht veraltet, bevor du ihn abgearbeitet hast. Nach den 90 Tagen setzt du dich wieder hin, schaust, was gelaufen ist, und planst das nächste Quartal auf dem auf, was du inzwischen gelernt hast. So wird der Plan mit jeder Runde besser.

Content erstellen mit künstlicher Intelligenz: Notizbuch und kleine Pflanze auf der Fensterbank

Schritt eins: Themen sammeln, ohne zu sortieren

Bevor du irgendetwas ordnest, sammelst du. Roh und ungefiltert. Schreib alles auf, wonach deine Wunschkundschaft dich fragt, was sie nachts wachhält, welche Fehler du sie immer wieder machen siehst. Jede E-Mail-Frage ist ein Thema. Jedes Gespräch, nach dem du dachtest „das sollte ich mal aufschreiben”, ist ein Thema.

Genau hier ist künstliche Intelligenz ein guter erster Partner. Erzähl ihr, für wen du arbeitest und was du anbietest, und lass sie dir dreissig Fragen aufschreiben, die diese Menschen wirklich eintippen. Du wirst die Hälfte streichen, weil sie nicht zu dir passt. Aber die andere Hälfte bringt dich auf Ideen, auf die du allein nicht gekommen wärst. Wie du das Werkzeug einmal so einrichtest, dass es deine Zielgruppe und deinen Ton kennt, habe ich in Content erstellen mit künstlicher Intelligenz und Zeit sparen beschrieben.

Schritt zwei: drei bis vier Säulen bauen

Jetzt bringst du Ordnung hinein. Aus dem Berg an Themen schälst du drei bis vier Säulen heraus. Eine Säule ist ein fester Themenbereich, in dem du etwas zu sagen hast und in dem du gefunden werden willst.

Bei mir sind das zum Beispiel künstliche Intelligenz im Alltag, Content und Sichtbarkeit, und die ehrliche Seite des Selbstständigseins. Bei einer Ernährungsberaterin wären es vielleicht Alltagstipps, Mythen aufklären und Blick hinter die Kulissen. Drei bis vier reichen. Weniger wird schnell eintönig, mehr verzettelt dich, und du springst nur noch von Thema zu Thema.

Der Trick ist: Du drehst dich im Plan durch deine Säulen durch. Woche eins Säule A, Woche zwei Säule B, und so weiter. So bleibt dein Content abwechslungsreich, ohne dass du jedes Mal neu überlegen musst, worüber du sprichst. Die Säule sagt dir das Thema, du füllst nur noch den konkreten Inhalt.

Schritt drei: einen Rhythmus wählen, den du hältst

Und jetzt kommt der Punkt, an dem die meisten Pläne sterben. Sie sind zu ehrgeizig. Fünf Blogartikel pro Woche, täglich posten, dazu ein Newsletter. Das hält niemand durch, der nebenbei noch ein Business führt.

Sei ehrlich zu dir. Ein guter Artikel alle zwei Wochen, den du wirklich schreibst, schlägt vier geplante, die nie entstehen. Lieber ein kleiner Rhythmus, den du ein Vierteljahr lang durchziehst, als ein grosser, bei dem du nach zwei Wochen aufgibst und dich schlecht fühlst. Content wirkt über Wiederholung, nicht über einzelne Kraftakte. Wenn dir die Luft ausgeht, hilft dir vielleicht mein Beitrag darüber, wie man sichtbar bleibt an schwachen Tagen.

Trag deinen Rhythmus in einen simplen Kalender ein. Zwölf Wochen, pro Woche ein bis zwei feste Slots, jedem Slot eine Säule zugeordnet. Mehr Struktur brauchst du nicht. Ein Plan, den du auf einen Blick verstehst, ist ein Plan, den du benutzt.

Schritt vier: mit künstlicher Intelligenz vorplanen

Jetzt wird aus dem Gerüst ein echter Vorrat. Du hast deine Säulen, du hast deinen Rhythmus, du hast eine Liste an Themen. Setz dich einmal hin und lass künstliche Intelligenz die Fleissarbeit machen.

Gib ihr deine Säulen und deine Themen und lass dir zu jedem Slot einen Titel und drei Stichpunkte schreiben, worum es gehen soll. So steht schnell ein grobes Gerüst für zwölf Wochen. Das ist nicht der fertige Text. Es ist der Startpunkt, damit du an jedem Schreibtag schon weisst, worum es geht, und nur noch deine Meinung und deine Beispiele hineinschreibst.

Das funktioniert in ChatGPT genauso wie in Claude. Nimm das Werkzeug, das du schon offen hast. Wenn du dabei bessere Ergebnisse willst, lohnt ein Blick in ChatGPT und Claude Prompts auf Deutsch, denn wie du fragst, entscheidet, was zurückkommt. Und ganz wichtig: Der Plan ist ein Entwurf, keine Fessel. Wenn dich mitten im Quartal ein Thema packt, das gerade brennt, dann schreib darüber. Das Geländer hält dich, es sperrt dich nicht ein.

Content erstellen mit künstlicher Intelligenz: Notizbuch und Tasse auf der Fensterbank im Morgenlicht

Der ehrliche Teil

Ein Content-Plan macht dich nicht über Nacht sichtbar. Er nimmt dir eine einzige Sache ab, und die ist Gold wert: die Entscheidung, worüber du heute schreibst. Diese Entscheidung frisst mehr Energie, als man denkt, und ein guter Plan trifft sie im Voraus, an einem ruhigen Tag, an dem du klar und ausgeruht bist.

Fang klein an. Sammle deine Themen, bau drei Säulen, wähl einen Rhythmus, den du wirklich hältst, und lass künstliche Intelligenz das erste Gerüst füllen. In neunzig Tagen schaust du zurück und weisst genau, was funktioniert hat. Und dann planst du das nächste Quartal, ein Stück leichter als dieses.

In der Praxis: dein Fahrplan

  1. Sammle alle Themen, die deine Wunschkundschaft beschäftigen, ganz ungefiltert.
  2. Bündle sie in drei bis vier Säulen, an denen du dich wirklich entlanghangeln willst.
  3. Leg einen Rhythmus fest, den du auch an schwachen Wochen durchhältst.
  4. Verteil die Themen mit künstlicher Intelligenz auf zwölf Wochen und schreib zu jedem Slot einen Titel.
  5. Schau nach 90 Tagen zurück und plan das nächste Quartal auf dieser Erfahrung auf.

Wenn du einen Startvorrat an Ideen brauchst, habe ich dir eine Sammlung mit Pinterest- und Blog-Ideen zusammengestellt, aus der du direkt deine ersten Säulen füllen kannst. Hol sie dir, setz dich hin und plan deine nächsten 90 Tage. In deinem Tempo, ohne leere Versprechen.

Olga Reyes-Busch
Sonnige Grüße, Olga

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Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Content-Plan für 90 Tage?

Sammle zuerst alle Themen, die deine Wunschkundschaft beschäftigen. Ordne sie drei bis vier Säulen zu, lege einen Rhythmus fest, den du hältst, und verteile die Themen auf zwölf Wochen. Das Ausformulieren und Umschreiben kannst du an künstliche Intelligenz abgeben.

Warum 90 Tage und nicht ein ganzes Jahr?

Ein Vierteljahr ist lang genug, dass ein Rhythmus entsteht, und kurz genug, dass du nicht am Reissbrett veraltest. Nach den 90 Tagen schaust du, was lief, und planst das nächste Quartal auf dieser Erfahrung auf.

Wie viele Themensäulen brauche ich?

Drei bis vier reichen. Weniger wird eintönig, mehr verzettelt dich. Jede Säule ist ein fester Themenbereich, in dem du etwas zu sagen hast, und du drehst dich im Plan durch sie durch.

Kann künstliche Intelligenz meinen Content-Plan schreiben?

Sie hilft beim Sammeln, Sortieren und Ausformulieren, und sie schreibt Entwürfe. Die Auswahl, deine Meinung und deine Stimme bleiben bei dir. Sonst klingt der Plan nach jedem und nach niemandem.

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